Aktuelles

Französisch-LK als Jury für Schullektüre

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DSC 0018Des livres, des auteurs et toi“ - unter diesem Motto stand diesmal unsere Teilnahme am Prix des Lycéens allemands, der jedes Jahr vom Institut Français organisiert wird. Im letzten Sommer entschied sich der LK der Q1/2, daran teilzunehmen. Das bedeutete, dass neben dem Unterricht drei bis vier aktuelle französische Jugendbücher, die vorher vom Institut Français ausgewählt wurden, gelesen und miteinander verglichen werden, um dann eines auszuwählen, von dem die Gruppe meint, dass es spätere Schülergenerationen interessieren könnte. Der Klett Verlag übernimmt die Aufbereitung für den Unterricht und wird das ausgewählte Buch künftig in seinem Angebot haben. Damit können die heutigen Schülerinnen und Schüler aktiv mitbestimmen, welche Lektüren nachfolgende Schülergenerationen lesen werden.

Vorher findet zunächst eine Abstimmung innerhalb der teilnehmenden Schule statt, dann fährt ein Delegierter der Schule zum hessischen Landesentscheid und vertritt dort die Wahl und anschließend wird ein Vertreter der hessischen Schulen die Entscheidung auf der Buchmesse in Frankfurt zusammen mit einem Vertreter aus den anderen Bundesländern verteidigen. Dort wird der Preis, der Prix des Lycéens, an den französischen Autor/die Autorin verliehen.

BücherFür unsere Schule wird Viola Weinert am 2. Mai nach Südhessen reisen. Dort wird sie das Buch „20 pieds sous terre“ von Charlotte Erlih mit einer ganzen Liste an Argumenten im Gepäck als Vertreterin der Wahl ihrer Schule verteidigen.

Text: Britta Neumann-Westhof

Foto: Annabelle Weyer

Jugend-forscht-Landessieg in Thüringen

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JF 2017 ThüringenDer JGS-Schüler Konstantin Schnekenburger (Q2) und seine Forschungspartnerin Patricia Asemann haben die erste akustische Tarnkappe für hörbaren Schall berechnet, entwickelt und durchgemessen und damit den Landessieg im Wettbewerb "Jugend forscht" in Thüringen im Fachbereich Physik errungen. Herzlichen Glückwunsch! Beide arbeiten schon länger zusammen an diesem Projekt im SFN (Schülerforschungszentrum Nordhessen), da Patricia mittlerweile in Thüringen studiert, traten beide dort zum Wettbewerb an.

Eine Tarnkappe ist in der Lage, Objekte vor dem Nachweis durch Strahlungen zu verbergen. Sie leitet die Strahlung so um, dass sie hinter dem Objekt mit der richtigen Phase und Intensität ankommt, so dass man nicht auf das Objekt rückschließen kann.

Tarnkappen werden mit sog. Metamaterialien hergestellt, die man seit einigen Jahren intensiv erforscht. Für Mikrowellen und Licht gibt es sie schon, ebenso für Ultraschall. Aber noch nie ist es bisher gelungen, sie für hörbaren Schall zu bauen.

Dazu musste das Team die berühmten Maxwellschen Differenzialgleichungen der Elektrodynamik so umschreiben, dass sie Radiowellen beschreiben, die sich bei der Ausbreitung wie Schallwellen verhalten. Dann konnten elektrische Eigenschaften wie Kapazität eines Kondensators und Induktivität einer Spule auf Bauelemente für Schall umgerechnet werden.

Preis in ThüringenDurch Lösen komplizierter Gleichungssysteme konnte dann eine solche Anordnung aus akustischen Spulen und Kondensatoren berechnet werden, die genau den erwünschten Effekt auf Schall ausüben.

Diese Theorie dann messtechnisch zu überprüfen, war eine weitere Meisterleistung dieses Teams.

In der Laudatio lobte die Jury dass ein hochanspruchsvolles Thema sowohl von der Theorie her als auch durch präzise Messungen umfassend behandelt wurde. Dem Team ist es aber auch gelungen, die komplexen physikalischen Zusammenhänge anschaulich und allgemeinverständlich zu vermitteln.

Damit haben Teams aus dem SFN 2017

4 Landessiege mit Qualifikationen zum Bundeswettbewerb 
Preis des Kultusministers für die schöpferisch beste Arbeit des Wettbewerbs in Hessen
2 zweite Plätze 
2 dritte Plätze 
3 Sonderpreise, darunter zwei hochwertige Forschungspraktika 
Betreuerpreis

(hinzu kommen Bronze und Nominierung für Nationalmannschaft beim GYPT sowie der GreenTec Award) erhalten.

Den Bildbericht vom Landessieg in Jena finden Sie hier. Den Bericht vom Landeswettbewerb in Hessen, bei dem sich drei Jugen-forscht-Teams des SFN für den Bundeswettbewerb qualifizieren konnten, finden Sie hier.

Text und Fotos mit freundlicher Genehmigung des SFN.

Ausgezeichnete Cambridge-Prüfungen

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2017 CAE

Kurz vor den Abiturprüfungen konnten die vier JGS-Schülerinnen Aisha Höhle, Paula Nerke, Annika Stein und Rebecca Ringborg (von links) stolz ihre Cambridge Advanced Zertifikate präsentieren. Die Zertifikate dienen aufgrund der internationalen Vergleichbarkeit als aussagekräftige Qualifikation und werden praktisch an allen Universitäten in Großbritannien und an vielen Hochschulen in den USA sowie von sehr vielen deutschen und internationalen Unternehmen anerkannt. Im Rahmen der Cambridge-AG, die an der Jacob-Grimm-Schule von Sabine Wolf-Zappek geleitet wird, können sich Schülerinnen und Schüler der Einführungs- und Qualifikationsphase auf die externen Prüfungen vorbereiten und ihre Kompetenzen in den Bereichen Lese- und Hörverständnis, schriftlicher Ausdruck, Grammatik- und Wortschatzkenntnisse sowie freies Sprechen erweitern und vertiefen. Laut Diane Oliver vom hessischen Prüfungszentrum Provadis gehören Aisha Höhle und Rebecca Ringborg dabei zu den ganz wenigen nordhessischen Prüflingen, die die Bestnote erreichten und somit muttersprachliche Kenntnisse nachgewiesen haben.

Foto: Johannes Kozub

Erfolgreiche Teilnahme am Erfinderlabor

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Selbst an aktuellen Themen forschen - diese Möglichkeit haben jedes Jahr nur 48 besonders leistungsstarke Schüler bei dem Erfinderlabor vom Zentrum für Chemie. In diesem Jahr konnte sich Bennet Niemann (Q4) über eine erfolgreiche Bewerbung und die Einladung nach Rüsselsheim freuen, zuletzt gelang dies dem JGS-Schüler Lukas Göring 2012.

Seine Erfahrungen bei dem diesjährigen Erfinderlabor mit dem Titel „Elektromobilität - Kluge Köpfe denken in die Zukunft“ vom 16. bis 20. Januar 2017 hat Bennet für die Schulgemeinschaft festgehalten. Wir gratulieren zur erfolgreichen Teilnahme!

 Erfinderlabor Elektrotechnik 2017

Bennet Niemann Jacob Grimm Schule KasselJedes Jahr veranstaltet das Zentrum für Chemie (ZfC) drei Erfinderlabore. Bei diesen Veranstaltungen bekommen insgesamt 48 besonders leistungsstarke Schüler aus Hessen die Möglichkeit, an aktuellen, zukunftsfähigen naturwissenschaftlichen Themen zu forschen.

Ich hatte Anfang dieses Jahres das Privileg, am Erfinderlabor Physik in Rüsselsheim teilzunehmen. Gemeinsam mit 15 anderen Schülern, habe ich mich hier eine Woche lang mit der Brennstoffzelle als Zukunftstechnologie in der Automobilbranche beschäftigt.

Wir waren die gesamte Zeit in einem zentralen Hotel in Rüsselsheim untergebracht – alle anfallenden Kosten wurden von Sponsoren und Förderprogrammen übernommen.

Gestartet ist das Ganze an einem müden Montagmorgen in dem Konferenzraum eines Energieunternehmens in Bensheim (GGEW) mit einem ersten Kennenlernen. Danach hörten wir u.a. Vorträge über die Elektromobilität und den aktuellen Stand der Energiewende, besuchten eine Schaltwarte und bekamen die Möglichkeit, eigene Fahrerfahrungen mit Elektroautos zu sammeln.

Später wurden wir noch im Rathaus von Rüsselsheim empfangen und nahmen bis in die späten Abendstunden an einem privaten Rhetorikseminar teil.

Nach diesem gelungenen Auftakt in eine spannende Woche verbrachten wir die nächsten drei Tage im Wasserstofflabor der UNI Rüsselsheim. Hier bekamen wir die Aufgabe, in Viererteams jeweils ein brennstoffzellenbetriebenes Modellauto zu konstruieren. Dafür hatten wir nur bestimmte Alltagsmaterialien, wie Strohhalme, Zahnstocher, Draht, Pappe, Tesafilm und Gummis, aber auch ein kleines Getriebe, eine kleine Brennstoffzelle und medizinische Schläuche zur Verfügung. Jedes Team sollte sich bei dem Bau seines Fahrzeuges auf einen besonderen Aspekt konzentrieren. In meiner Gruppe versuchten wir ein möglichst schnelles Fahrzeug zu bauen.

Bennet Niemann Jacob Grimm Schule Kassel 3Da Brennstoffzellen durch Wasserstoff angetrieben werden, bestand dabei die erste und größte Herausforderung darin, einen möglichst dichten Tank zu konstruieren. Dies war leichter gesagt, als getan, denn Wasserstoff diffundiert als Element mit den kleinsten Atomen schnell durch alles, was nicht perfekt abgedichtet ist. Nach einigen Versuchen haben wir letztendlich eine Masse aus gekochten Gummibärchen und Sekundenkleber als perfekte Dichtungsmasse entdeckt. Ich habe in dieser Zeit insgesamt sehr viele Erfahrungen gesammelt und vor allem gelernt, mit Rückschlägen umzugehen. Außerdem ist mir bewusst geworden, welches enorme Potential die Brennstoffzelle bietet:

Im Zuge einer 100-prozentigen Energiewende wird es immer Zeiten geben, in denen zu viel Strom produziert wird. Schon jetzt stehen manchmal Windräder still, um das Netz nicht zu überlasten. Die überschüssige Energie könnte super genutzt werden, um durch Elektrolyse aus Wasser Wasserstoff und Sauerstoff herzustellen. Wenn dieser „grüne“ Wasserstoff dann zum Antrieb von Autos genutzt wird, entsteht als einziges Abfallprodukt wieder Wasser. Das CO2-Problem aufgrund von Verkehr wäre eingedämmt. Brennstoffzellen besitzen außerdem einen wesentlich höheren Wirkungsgrad, als Verbrennermotoren. Zudem sind sie wesentlich langlebiger als Akkumulatoren, die momentan in Elektroautos verbaut werden. Brennstoffzellenautos vereinen insgesamt die Vorteile der Verbrennerautos mit den Vorteilen der Elektroautos: Sie sind schnell zu betanken (wie ein Verbrenner), haben eine gute Reichweite (wie ein Verbrenner), sind leise (wie ein Elektroauto) und umweltfreundlich (wie ein Elektroauto).

Zudem sind typische Vorurteile wie die Explosionsgefahr bei genauerem Hinsehen gar nicht begründet.

Meiner Meinung nach sollte die Entwicklung der Brennstoffzellentechnologie also mehr in den Fokus der Automobilindustrie und der staatlichen Förderprogramme gelegt werden.

Gruppenfoto Abschlussveranstaltung

Momentan gibt es allerdings drei sich bedingende Hinderungsgründe für den Durchbruch in der Brennstoffzellentechnologie: Erstens gibt es fast keine Tankinfrastruktur für Wasserstoff, weil es kaum Brennstoffzellenautos gibt und momentan keine ausreichende staatliche Förderung stattfindet. Zweitens gibt es kaum Autos, weil es wiederum kaum Tankstellen gibt und keine ausreichende staatliche Förderung stattfindet, und drittens gibt es kaum staatliche Förderung, weil das Potential der Brennstoffzelle noch nicht erkannt wurde oder noch nicht erkannt worden sein will, die Automobilkonzerne keine ausreichende Forschung in diese Richtung betreiben und keine Tankinfrastruktur für einen Durchbruch vorhanden ist. Es ist also eine Art Teufelskreis, den meiner Meinung nach der Staat durchbrechen sollte.

Denn vor allem Hyundai hat mit dem „i30 fuel cell“ schon bewiesen, dass Brennstoffzellenbetriebene Autos keine Zukunftsmusik mehr sind, sondern Realität sein können.

Am Ende der Woche haben wir diese Forschungsergebnisse und unsere Modellautos einem ausgewählten Publikum aus Wirtschaft, Politik und Freunden vorgestellt.

Insgesamt bin ich sehr dankbar, dass ich an dem Erfinderlabor teilnehmen durfte und neben dem Wissen über Brennstoffzellen und den Erfahrungen mit dem selbstständigen Arbeiten vor allem so viele coole Leute kennenlernen durfte. Es hat sich auf jeden Fall gelohnt und wird mir lange positiv in Erinnerung bleiben.

Weitere Eindrücke zum Erfinderlabor und Informationen zum Zentrum für Chemie finden Sie hier.

Text und Fotos: Bennet Niemann/Zentrum für Chemie

Daumen drücken für Abiturienten

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Ab dem 16. März ist wieder Daumen-Drücken für alle Abiturientinnen und Abiturienten angesagt. Den Anfang machen alle Englisch-Kurse. Am folgenden Tag sind die Chemiker an der Reihe. In der kommenden Woche müssen die Leistungskurse des ersten und zweiten Aufgabenfeldes schwitzen, am 22. März folgen die Matheprüfungen, danach müssen sich die Französisch-Prüflinge ihren Aufgaben stellen. In der letzten Woche vor den Osterferien müssen die Grundkurse aller Aufgabenfelder die Prüfungen bewältigen, am 28. März werden alle Biologie-Prüflinge sich der Herausforderung stellen müssen. Den Abschluss macht am 30. März das Fach Physik.

Viele Familien und Freunde haben mit ihren Glückwünschen auf Betttüchern und Plakaten die Jacob-Grimm-Schule geschmückt. Wir wünschen allen Abiturientinnen und Abiturienten viel Erfolg!

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Fotos: Miguel Blöink, Naomi Eghaghe