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      Die JGS stellt sich vor

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      Rundgang durch die JGS mit Schüler:innen

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      JGS-Schüler:innen bei "Glas der Vernunft"

      DSC 6452Am 8. Oktober 2023 wurde zum 32. Mal der Kasseler Bürgerpreis „Das Glas der Vernunft“ an die Journalistin und Moderatorin Natalie Amiri verliehen. Mit Beginn der Protestbewegungen im Iran im letzten Jahr wurde die 45-Jährige ein verstärkendes Sprachrohr in Deutschland, insbesondere für die Frauen und Jugendlichen, denen sie mit Mut und Entschlossenheit ihre Stimme verlieh. Eigene Erfahrungen unter dem „Terrorregime“, wie Amiri die iranische Regierung benennt, sammelte die Deutsch-Iranerin in den Jahren von 2015 bis 2020, in denen sie als Korrespondentin das ARD-Büro in Irans Hauptstadt Teheran leitete. In diesem Zeitraum sei sie ständiger Kontrolle und Erpressungsversuchen durch den iranischen Geheimdienst ausgesetzt gewesen. „Natalie Amiri hat sich von dem Mut und der Stärke anstecken lassen, mit dem iranische Frauen Rechte einfordern und die Hoheit über ihre Selbstbestimmung wiedergewinnen“, sagte Wilfried Sommer, Vorsitzender des Vorstandes der Gesellschaft der Freunde und Förderer des Preises. „Ihre Berichterstattung berührt etwas zutiefst Menschliches.“

      DSC 6432Hautnah konnten Schüler:innen der Jacob-Grimm-Schule die Preisträgerin bereits am Vortag der Preisverleihung im Gießhaus der Universität erleben. Seit 2014 findet jeweils im Rahmen des Kasseler Jugendsymposions eine Podiumsdiskussion mit Schüler:innen von Kassels Oberstufen mit den jeweiligen Preisträger:innen statt, dieses Jahr erstmals gemeinsam mit Studierenden. So hatten auch zehn Schüler:innen der Jacob-Grimm-Schule die Möglichkeit, mit der Preisträgerin ins Gespräch zu kommen. Die Präsidentin der Universität, Prof. Dr. Ute Clement, und Prof. Dr. Wilfried Sommer moderierten die Diskussion. Auf diese Weise gewannen die Schüler:innen der Politik-und-Wirtschaftskurse sowie der Schülerzeitungsredaktion einen intensiven Einblick in Natalie Amiris Biografie und ihre Berichterstattung, unterstützt von einigen Videobeiträgen informierte diese über die Lage der Menschen im Iran und insbesondere die Situation der Frauen dort. Im direkten Gespräch mit Natalie Amiri diskutierten die Jugendlichen die Frage nach der Möglichkeit, die Protestierenden aus der Ferne zu unterstützen. 

      Am folgenden Tag konnten die Schüler:innen die Preisverleihung miterleben, die von der Festrede Wolfgang Ischingers, der von 2008 bis 2022 die Münchner Sicherheitskonferenz leitete und 2021 zusammen mit Natalie Amiri deren digitale Special Edition moderierte, und der Laudatio der Journalistin und Menschenrechtsaktivistin Düzen Tekkal eingerahmt wurde. Besonders Tekkals Rede berührte die Jugendlichen sehr, im Anschluss an die Preisverleihung konnten einige sogar noch kurz mit ihr sprechen, worauf die Einladung folgte, sie jederzeit für weitere Informationen anzuschreiben.

      Inspiriert von Amiris und Tekkals aufrüttelnden Schilderungen diskutierten die Jugendlichen noch lange nach der Veranstaltung, wie sie den „Schrei der Freiheit“, den Amiri als Sprachrohr für die Menschen im Iran weitertrage, so Ischinger, im Sinne der Journalistin verstärken können, die deutlich machte: „Aufmerksamkeit schützt vor denjenigen, die die Wahrheit am meisten fürchten. […] Mut ist unsere stärkste Waffe.“

       

      Text: Lilli Steinhübel (Q1), Annabelle Weyer

      Fotos: Annabelle Weyer 

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      Auf dem Foto mit Düzzen Tekkal (unter dem Text) sind die JGS-Schler:innen Davin Kraft, Juliane Lunkeit und Julius Jasperbrinkmann zu sehen, die letzten beiden Fotos zeigen Lola Blume und Julius Jasperbrinkmann im Gespräch mit Natalie Amiri im Gießhaus der Universität.

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