Aktuelles

Schüler präsentieren "Gedankensplitter" aus Auschwitz am 27.4., 13:15 Uhr

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Erschütterung, Leere, Wut, Trauer, Unverständnis, die Auseinandersetzung mit Individuen einerseits und der unfassbaren Größe des Holocausts und der Entmenschlichung andererseits prägten die Fahrt nach Auschwitz Ende Januar bis Anfang Februar. Die Teilnehmer der Fahrt diskutierten viel über diesen Ort, den Umgang mit der Vergangenheit und die Bedeutung für die Zukunft. Viele Gedankensplitter wurden formuliert, die teilweise erst in den Wochen nach der Fahrt reflektiert, sortiert und nun der Schulgemeinde in Form einer kleinen Ausstellung nähergebracht werden sollen. Der Titel für diese ergab sich aus dem Austausch der Schülerinnen und Schüler, da so zahlreiche Eindrücke entstanden, vieles nur bruchstückhaft zu erfassen ist, immer wieder neue Fragen auftauchen und so viele Facetten bestehen, dass die Wahrnehmung des Ortes Auschwitz sich langsam in Teilen zusammenfügte und es doch kein Ganzes ergab. Auf diese Weise nahm jeder seine ganz eigenen „Gedankensplitter“ mit nach Hause. Ausschnitte von diesen zeigt nun der neu gestaltete Glaskasten im Foyer der Jacob-Grimm-Schule, ihre Gedanken und Ideen werden einige Teilnehmer der Fahrt am Freitag, 27.4. um 13:15 Uhr interessieten Mitschülern erläutern. Alle Interessierten treffen sich im Foyer.

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Foto: Ludwig Kowal (Q4)

 

 

 

 

Zeitzeugengespräch mit Joachim Jauer am 4. Mai

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Am 4. Mai (12:15 - 13:45 Uhr) wird es in der Turnhalle der JGS ein Zeitzeugengespräch für alle Abiturienten und den Orientierungs- und Leistungskurs Geschichte der E2 und Q2 geben, in dem die Schülerinnen und Schüler mit dem Zeitzeugen Joachim Jauer ins Gespräch kommen können. Der Journalist war der erste westdeutsche Korrespondent, der einen Fernsehbericht in der DDR fertigte, er war zunächst beim RIAS Berlin als Hörfunk-Redakteur und -Moderator tätig, Mitte der 1960er Jahre wechselte er zum ZDF, von 1978 bis 1982 leitete Joachim Jauer das Büro des ZDF in der DDR mit Sitz in Ost-Berlin und war dort akkreditierter Korrespondent, später moderierte er das Magazin „Kennzeichen D“. Diesen Titel trägt auch sein aktuelles Buch.
In den Jahren 1984 bis 1987 wurde Jauer vom ZDF als Hauptstadt-Korrespondent und stellvertretender Studioleiter in Bonn eingesetzt. Von 1987 bis 1990 war er Sonderkorrespondent für Mittel- und Ost-Europa bzw. für das Gebiet des Warschauer Paktes und Leiter des ZDF-Studios in Wien. Durch die Ereignisse der so genannten „Samtenen Revolution“ wurde Jauer während dieser Tätigkeit zum Chronisten des Umbruchs in den Staaten des Warschauer Paktes. Nach seinen Reportagen über die Revolution in Ungarn berichtete er am 2. Mai 1989 als einziger westdeutscher Fernsehkorrespondent über die Öffnung des „Eisernen Vorhangs“, den Abbau der ungarisch-österreichischen Grenzanlagen durch ungarische Grenztruppen. Dabei formulierte er den vermutlich folgenreichsten Kommentar seiner beruflichen Laufbahn:
„Heute endet hier an dieser Stelle die vierzigjährige Teilung Europas in Ost und West. Dies wird unabsehbare Folgen haben – für Europa, für die Deutschen in der Bundesrepublik und insbesondere in der DDR.“
Joachim Jauer in der ZDF-Sendung „heute“, 2. Mai 1989, 19 Uhr

Die Veranstaltung ist für alle Interessierten geöffnet.

Spendenolympiade der SV am 2. Mai

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Am 2. Mai findet die diesjährige Spendenolympiade der Schülervertretung auf den Stockwiesen von 12:30 Uhr bis circa 15:00 Uhr statt. Die JGS-Schülerinnen und -Schüler können auch in diesem Jahr wie bei einem Spendenlauf munter ihre Runden drehen und Stempel kassieren. Es wird aber auch ein Fußball- und Ultimate-Frisbee-Turnier stattfinden, bei dem die Schülerinnen und Schüler Stempel für ihre Spender sammeln können. Die Spenden gehen dieses Jahr zur Hälfte an die Schulausstattung, zur anderen Hälfte an die Organisationen „Jugend Rettet e.V.“ sowie „Ärzte ohne Grenzen“, deren deutsche Sektion auch bei dem „Glas der Vernunft“ im vergangenen Jahr ausgezeichnet wurde.
Mit ihrem Schiff IUVENTA hilft die Organisation „Jugend Rettet“ seit 2016 Menschen in Seenot. In 15 Missionen konnten die Crews des Schiffs über 14.000 Menschen vor dem Tod bewahren. Ziel der IUVENTA ist es, selbst aktiv zu werden und zu handeln, um zu zeigen, dass es möglich ist, etwas gegen das Sterben zu tun. Damit will die Organisation nach eigenen Aussagen das Gefühl der Ohnmacht durchbrechen, welches aktuell in der Politik herrsche.
Auch die „Ärzte ohne Grenzen“ haben sich der Rettung von Menschen in Not verschrieben und tragen dazu bei, medizinische Hilfe zu leisten und Leid zu lindern, wenn durch Naturkatastrophen oder durch Menschen verursachte Krisen die lokalen Gesundheitsstrukturen nicht mehr greifen.
Sowohl private Spenden als auch Spenden von Firmen sind erwünscht. Diese können auch direkt auf das Konto des Fördervereins überwiesen werden. Die Kontoverbindung kann im Sekretariat erfragt werden. (Spendenquittungen werden ausgestellt.)

3. Internationales Big Band Festival vom 18.-22.4.

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Big Band2018 kann die Big Band des Schulverbundes der Heinrich-Schütz-Schule (HSS) und der Jacob-Grimm-Schule (JGS) auf ihr 25-jähriges Bestehen zurückblicken. Dieses wird in angemessenem Rahmen gefeiert – mit dem 3. Internationalen Big Band-Festival 2018 vom 18. - 22. April. Zu Gast werden Schülerbands aus Finnland und Dänemark sein. Seit mehr als 20 Jahren pflegt der Schulverbund der HSS/JGS freundschaftliche Kontakte zur finnischen „Vaskivuoren lukio“, einer Oberstufenstufenschule in der Nähe von Helsinki. Da diese Schule einen Schwerpunkt im Bereich Musik hat, gab es von Beginn an Austausche mit den Musikgruppen Chor, Orchester und Big Band. Aus der Zusammenarbeit beider Schulen erwuchs im Jahr 2006 sogar ein großes Comenius-Projekt mit weiteren Schulen aus Belgien, Spanien und Italien. Zuletzt war die Big Band der HSS/JGS 2016 zu Gast in Finnland. Dort konnten auch Kontakte nach Aarhus (Dänemark) geknüpft werden, sodass nun die Big Bands beider Schulen zu Gast in Kassel sein werden.

Das Festivalprogramm startet mit einer JazzClubNight (19.4.) mit Combos der JGS und der Gastländer, am 20.4. können die jungen Musikerinnen und Musiker der JGS die Big Band des Hessischen Rundfunks zu einem Konzert begrüßen, den Abschluss macht ein Festival-Konzert der drei Länder (21.4.). Das Publikum darf sich auf fetzige Jazz-, Soul- und Rockklänge freuen.

Im Rahmen des Festivals werden außerdem unter dem Titel „Sounds of Kassel“ kurze Kompositionen an und zu Orten in der Innenstadt entstehen, die am 19.4. bei einem „Concert Walk“ präsentiert werden.

Termine des 3. Internationalen Big Band-Festivals 2018

VBB 2018 logo

Sounds of Kassel – Concert Walk

Donnerstag, 19.04.2018, ab 15:00 Uhr

  1. 1. GRIMMWELT am Weinberg (15:00 Uhr)
  2. 2. Frühstückstempel bei der Neuen Galerie (ca. 15:15 Uhr)
  3. 3. Unterführung Trompete (ca. 15:30 Uhr)
  4. 4. Staatstheater Kassel (ca. 15:45 Uhr)
  5. 5. Fridericianum (ca. 16:00 Uhr)
  6. 6. GALERIA KAUFHOF am Opernplatz (ca. 16:15 Uhr)

 

hr bigband 120

JazzClubNight: Combos aus Dänemark, Finnland und Deutschland

Donnerstag, 19.04.2018, 20:00 Uhr

im Theaterstübchen *Eintritt frei/Spenden erbeten

Info unter: theaterstuebchen.de

 

Konzert mit der hr-Bigband Coltrane, Zawinul, Marsalis & More - Jim McNeely, Leitung

Freitag, 20.04.2018, 19:30 Uhr

in der Aula der Heinrich-Schütz-Schule *Eintritt frei/Spenden erbeten

 

Big Band Aarhus

Festival-Konzert mit Big Bands aus Finnland, Dänemark und Deutschland

Vaskivuori Big Band (Vantaa, Finnland)

Mika Karhunen, Leitung

Aarhus Katedralskole Big Band (Aarhus, Dänemark) Jens Hvidtved Larsen, Leitung

Big Band der HSS/JGS (Kassel, Deutschland) Lisa Sommerfeld und Bernd Trusheim, Leitung

Samstag, 21.04.2018, 19:30 Uhr

in der Aula der Heinrich-Schütz-Schule *Eintritt frei/Spenden erbeten

 

Restkarten für die Konzerte am Freitag und Samstag sind noch am Mittwoch, 18.4.2018, in der zweiten großen Pause im ersten Lichthof der Jacob-Grimm-Schule erhältlich. Wenige Restkarten wird es voraussichtlich an der Abendkasse geben.

Fotos: Big Band der HSS/JGS, Vaskivuori Big Band, Big Band des Hessischen Rundfunks (Bild: hr/Bildrechteinhaber), Aarhus Katedralskole Big Band

Plakat zum Konzert

 

Das Fragezeichen im Kopf – Grimm Forum zur Deutungsmacht der Wissenschaften

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DSC 0281Fakt oder kein Fakt? Mit dieser Frage eröffneten die JGS-Schülerinnen Charlotte Wöllenstein und Emma Wünsche das Grimm Forum Ende Februar und überraschten das Publikum zunächst mit wahren und falschen Behauptungen aus den Bereichen Alltag, Biologie und Technik. Mit grünen oder roten Karten musste dieses seine Zustimmung oder Ablehnung bekunden, die Auflösung erfolgte prompt. Dabei ertappte sich der eine oder andere Zuhörer schon einmal bei einer falschen Antwort.
Nach diesem Auftakt konfrontierten die Schülerinnen und Schüler des Grundkurses Ethik (Q2, Leitung Heike Haschen) die Wissenschaftshistorikerin Dr. Marion Hulverscheidt und den Philosophen Dr. Dirk Stederoth mit ihren kritischen Fragen zur Deutungsmacht wissenschaftlicher Fakten (Moderation: Johannes Ander, Tabea Freund, Nella Hoberger, Jan-Hendrik Stange). 

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Während sich Dirk Stederoth der Frage stellte, ob ethische Urteile nicht auch Geschmacksurteile sind, und er mit den Abiturienten über die Frage nachdachte, ob es sittliches Wissen gibt, stellte der Leistungskurs Physik (Q2, Leitung Dr. Thorsten Meyfarth) den naturwissenschaftlichen Erkenntnisweg vor und sinnierte in der Manier Galileo Galileis beim Nachdenken über herabfallende Äpfel darüber, ob es in der Naturwissenschaft denn überhaupt noch Platz für Subjektivität gebe. Dr. Marion Hulverscheidt stellte in diesem Zusammenhang historischen Persönlichkeiten wie Galilei das heutige Denkkollektiv gegenüber, das auch von seinem zeitlichen Kontext abhängig sei, und dachte dabei mit den Jugendlichen über den Anspruch nach, die Wahrheit finden zu wollen, denn Antworten seien immer durch die gegebenen Möglichkeiten begrenzt.

DSC 0340Nachdem der Physik-leistungskurs die Ent-wicklung des geo-zentrischen Weltbildes anschaulich den Zuhörern nähergebracht hatte, diskutierten die Schülerinnen und Schüler mit den beiden Referenten über die Relevanz wissenschaftlicher Fakten für das eigene Leben sowie die Möglichkeiten und Gefahren der Weiterentwicklung von Wissenschaften, vor allem im Bereich der Medizin. Hulverscheidt verwies dabei auch auf den Zusammenhang von Geistes- und Naturwissenschaften, da sich erstere auch der letzteren bedienten, der Anspruch der Objektivität wiederum aus den Geisteswissenschaften käme. Man dürfe nicht vergessen, dass Kategorien wie die Wahrnehmung immer subjektiv blieben und die absolute Wahrheit ein Ideal sei.

DSC 0351Am Ende durfte natürlich das Wort des Jahres 2016 nicht fehlen: „postfaktisch“. Dieser Begriff, so Hulverscheidt, sei ein gesellschaftspolitischer Kampfbegriff und als politische Strategie eine Gefahr. Mit Appellen im Sinne Kants wurden die Besucher des Grimm Forums, das durch den Förderverein der Jacob-Grimm-Schule unterstützt wird, in den Abend entlassen: Man müsse mit einem Fragezeichen im Kopf durch die Welt laufen und einen klaren Kopf bewahren, erklärte Stederoth. Hulverscheidt appellierte daran, sich selbst zu überprüfen und kritische Fragen zu stellen. Damit standen am Ende zwar viele Fragen im Raum, doch genau dieses Ziel verfolgten auch die Schülerinnen und Schüler mit ihrer Leitfrage: „Glaub` ich das oder weiß ich das?“, die Hulverscheidt am Ende beantwortete: „Wir wissen zwar viel, aber wir glauben auch viel…“

 

Fotos: Lukas Joop, Niels Malte Bennefeld

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