Aktuelles

Besuch aus Tres Cantos

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Spanisch-Austausch – Schüler aus Tres Cantos an der Jacob-Grimm Schule

Wie bisher jedes Jahr fand Anfang März der Spanisch-Austausch an der Jacob-Grimm-Schule statt.
Für eine Woche waren Schüler*innen aus dem Ort Tres Cantos, der in der Nähe von Madrid liegt, bei uns in Kassel zu Gast.
Ich habe mich ein wenig mit zwei der spanischen Austauschschülerinnen und einer Gastgeberin von unserer Schule unterhalten, vor allem kulturelle Unterschiede, die während des Austausches auffielen, kamen zur Sprache.

Ein Thema, das unsere Gäste erstaunlicherweise besonders interessierte, waren Schuhe. Sie fragten mich, warum wir unsere Schuhe zu Hause vor der Tür auszögen, und sie dann sogar draußen stehen ließen. Ob wir nicht befürchteten, jemand könnte sie einfach mitnehmen? Eine Frage, die ich mir nie gestellt habe, die mir jetzt jedoch durchaus gerechtfertigt vorkommt. Ein Unterschied zwischen unseren Tagesabläufen offenbarte sich, als mir die Gastgeberin verriet, dass es anfangs ein paar Momente der Verwirrung mit ihrer Austauschschülerin gab. Diese zeigte sich verwundert über die frühen Uhrzeiten, zu denen wir zu Abend essen, schlafen gehen und wieder aufzustehen pflegen.

Ich fragte die Schülerinnen auch, was ihnen während ihres Aufenthalts an unserer Schule gefallen hatte und was nicht. Sie bemerkten zum einen, dass wir einen schöneren Schulhof mit vielen Bäumen hätten, und zum anderen, die Freiheit jederzeit das Schulgelände verlassen zu können. In Spanien sei dies nicht möglich, da das Schulgelände von einer Mauer umgeben ist. Ihnen war außerdem aufgefallen, dass man sich bei uns auch dann noch in den Unterricht setzen durfte, wenn man zu spät gekommen war. Im Gegenzug bedauerten sie unser durchgehend schlechtes Wetter, was ich gut nachvollziehen kann.
Zum Abschluss des Gesprächs fragte ich sie noch, was die deutschen Austauschschüler in Tres Cantos besichtigen könnten, und ob es dort irgendwelche interessanten Orte gäbe. Meine uninformierte Frage wurde mit Lachen der beiden Schülerinnen erwidert: Tres Cantos sei ein ziemlich kleiner Ort, in dem es absolut nichts Interessantes zu sehen gäbe. Die beiden schwärmten mir stattdessen von Madrid mit seinen großen Plätzen vor.

Leider wird es den Gegenbesuch vorerst nicht geben. Alle Fahrten, die für die nächsten Monate geplant waren, mussten aufgrund der Ausbreitung des Corona-Virus abgesagt werden. Um so erfreulicher, dass dieser Besuch noch stattfinden konnte!

 

Text: Paula Franzke

 

Abitur 2020 - viel Erfolg und alles Gute!

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Bei allem was gerade besonders und anders ist, gibt es doch ein paar Dinge, die so sind, wie immer. Die JGS ist bunt, das Abitur beginnt. Wir wünschen allen Abiturient*innen viel Erfolg in ihren Prüfungen und dass alle gesund bleiben!

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Fotos: Jasmina Philipp

Gemeinsam gegen Doping

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„GEMEINSAM GEGEN DOPING“ –

Die NADA (Nationale Anti-Doping Agentur) zur Gast an der JGS

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Lisa-Marie Rückel und René Garbsch von der NADA.

 

„Gemeinsam gegen Doping“ - unter diesem Motto fand für die Schüler*innen der dreistündigen Sportkurse der Q4 am 3.März ein Workshop mit der Nationalen Anti-Doping Agentur statt.

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde, bei der die sportliche Sozialisation der Teilnehmer*innen im Mittelpunkt stand, erfolgte der Einstieg in die Thematik über die Fragestellungen: „Was ist Doping?“ Ist damit schon die Einnahme einer Kopfschmerztablette gemeint, die hilft, den Schulalltag zu überstehen? Bei der sich anschließenden Diskussion über den Fairness-Begriff im Sport ging es um verbotene Substanzen und Methoden wie auch um Risiken und Nutzen von Nahrungsergänzungsmitteln. Dabei war das Beispiel des Proteindrinks zum gezielten Muskelaufbau ein Bezugspunkt zur Lebenswelt der Schüler*innen.
Spannend war es auch, zu erfahren, wie das Doping-Kontroll-System aufgebaut ist, mit welch hohem finanziellem Aufwand es betrieben wird und wie manche Sportler versuchen es mit allen Mitteln zu umgehen. Neben der Themensetzung durch die Referenten hatten die Teilnehmer*innen zudem reichlich Gelegenheit, im Unterricht vorab formulierte Fragen zu stellen. Zum Abschluss des Workshops wurde die mehrfach ausgezeichnete und sehr empfehlenswerte Dokumentation „Andreas Krieger - Heidis weitester Stoss“ gezeigt, die auf sehr eindrucksvolle Weise zeigte, welche Auswirkungen das staatlich organisiertem Doping zu Zeiten der DDR (Staatsplan 14.25) hatte.

Text Simone Gerland, Meike Bachmann 

Foto: Lukas Werner

Ben Salomo zu Gast an der JGS

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Samstag, 07. März 2020, Hessische Allgemeine (Kassel-Mitte) / Stadtteile

Rap für Menschenwürde

Ben Salomo kämpft in Schulen gegen Antisemitismus
VON CHRISTINA HEIN

Aufklärung: Der Berliner Rapper Ben Salomo begeisterte in Kasseler Schulen mit seinem Programm gegen Antisemitismus. In seinem neuen Song gibt er die Richtung klar vor: „Sie sagen mir: „Gewöhn dich dran, wenn wieder Nazis marschier’n/ Die Menschen jede Warnung ignorier’n“/ gewöhn dich dran, wenn sich Migranten weiter radikalisier’n/Und den Hass multiplizier’n/ doch ich bin nicht bereit, ihre falsche Toleranz zu akzeptier’n“.
Sich an den langsam zunehmenden Antisemitismus und an Fremdenfeindlichkeit zu gewöhnen sei keine Alternative, und Schweigen könne als Zustimmung gedeutet werden. Ben Salomo will deshalb ein aktives Dagegen-Vorgehen und Eintreten für Menschenwürde.
Er ist bei den Schülern bekannt und für viele ein Star: der Rapper Ben Salomo aus Berlin besuchte gestern das Friedrichsgymnasium und anschließend die Jacob-Grimm-Schule, wo er sein Programm “Clapforcrap – Deine Antwort auf Diskriminierung und Intoleranz“ in Zusammenarbeit mit der Friedrich-Naumann-Stiftung präsentierte.
Nachdem er über zwei Stunden lang eine Performance gegen Antisemitismus und Menschenfeindlichkeit abgeliefert, bestürzende Erfahrungen aus seinem eigenen Leben erzählt und viele Fragen beantwortet hatte, gab es als Zugabe einen frenetisch gefeierten Rap-Song. Noch danach hingen die Jugendlichen an seinen Lippen, wollten den charismatischen Rapper nicht gehen lassen, bestürmten ihn mit Fragen, machten Selfies mit ihm.
Die meisten kennen Ben Salomo aus dem Youtube-Kanal. Dort wurde seine Veranstaltung „Rap am Mittwoch“ im Berliner Cub BiNuu Jahre lang ausgestrahlt, hatte eine halbe Million Abonnenten und wurde im Monat zwei Millionen mal angeklickt.
Dann zog Ben Salomo einen Schlussstrich. Weil sich in der Rap-Szene zunehmend Antisemitismus, Rassismus, Homophobie und Frauenverachtung breit machten, gab er seine Veranstaltung, die er als „The Voice of Rap“ bezeichnete, auf und widmet sich fortan der Aufklärung und Mobilisierung, um eben gegen jene menschenverachtenden Phänomene vorzugehen.
In seinem Auftritt spricht Ben Salomo die Schüler direkt an. Er fragt: Wer war schon mal von Diskriminierung betroffen? Dann zählt er einige kursierende Verschwörungstheorien auf, die direkt antisemitisch sind, und von denen manche von Rappern in ihren Songs verwendet werden. Wer hat diese Verschwörungstheorien schon mal gehört?, fragt er nach und nach ab. Viele Finger gehen hoch. Auch die Rapper Kollegah, Haftbefehl und Co, die zuletzt mit antisemtischen Texten aufgefallen waren, wurden thematisiert.
Es war deutlich zu spüren: Der Rede- und Informationsbedarf unter den Schülern war groß. „Ich möchte mit euch einen Pakt schließen“, sagte Ben Salomo zum Schluss: Hört nicht weg, wenn Lügen und Gerüchte über Juden und andere geäußert werden, mischt euch ein. Es ist wichtig, dass wir alle Aktivisten werden.“
Infos: freiheit.org/clapforcrap

Foto: Meike Bachmann

Sehenswertes Ergebnis der CAE Prüfung

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Wenige Wochen vor den Abiturprüfungen freuten sich die sieben JGS-Schüler*innen Shirin Krastel, Lukas Joop, Johanna Hahn, Melina McKenzie, Lea Neumann, Leandra Persch und Moritz Franz (von links), ihre Cambridge Advanced Zertifikate präsentieren zu können. Herzlichen Glückwunsch! Die Zertifikate dienen aufgrund der internationalen Vergleichbarkeit als aussagekräftige Qualifikation und werden praktisch an allen Universitäten in Großbritannien und an vielen Hochschulen in den USA sowie von sehr vielen deutschen und internationalen Unternehmen anerkannt. Im Rahmen der Cambridge-AG, die an der Jacob-Grimm-Schule von Meike Bachmann geleitet wird, können sich Schülerinnen und Schüler der Einführungs- und Qualifikationsphase auf die externen Prüfungen vorbereiten und ihre Kompetenzen in den Bereichen Lese- und Hörverständnis, schriftlicher Ausdruck, Grammatik- und Wortschatzkenntnisse sowie freies Sprechen erweitern und vertiefen.
In diesem Jahr ist das Ergebnis besonders sehenswert: von den sieben Kandidat*innen haben fünf mit der Bestnote abgeschlossen, und Sprachkenntnisse auf muttersprachlichem Niveau bestätigt bekommen. Moritz Franz, Johanna Hahn, Lukas Joop, Shirin Krastel und Leandra Persch ist dieses beeindruckende Ergebnis gelungen.

Foto: Jasmina Philipp
Text: Meike Bachmann

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