Bilder im Kopf - Ausstellung zur Auschwitzfahrt

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„Bilder im Kopf" … ist der Titel eines Workshops, an dem eine 21-köpfige Schülergruppe in Begleitung von Maria Eichner und Tobias Pengel am Ende ihrer fünftägigen Studienfahrt nach Oświęcim/Auschwitz teilnahm und der sehr passend ihren Aufenthalt beschreibt. Ihre Erfahrungen und Eindrücke, eben ihre mitgebrachten „Bilder im Kopf“, zeigen sie nun in einer Ausstellung im ersten Stock der Jacob-Grimm-Schule. Der Workshop stand am Ende einer sehr intensiven Woche, so konnten sie ihre Emotionen wie Erschütterung, Leere, Wut, Trauer, Unverständnis über die Situation und die unfassbare Größe des Holocausts ausdrücken.Bild Rose

Die Gruppe beschäftigte sich während ihres Aufenthalts Ende Januar in der Jugendbegegnungsstätte in Oswiecim auf vielfältige Weise mit dem Vernichtungslager Auschwitz und den menschenverachtenden Verbrechen der Nationalsozialisten. Die Eindrücke bei der Besichtigung des Stammlagers I, das die Geschichte und Organisation des Konzentrationslagers verdeutlichte, und des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau, das die Grauen der NS-Zeit vor Augen führte, sind wohl kaum in Worte zu fassen. Eine Führung durch die Stadt Oswiecim und die Auseinandersetzung mit dem langen Abschnitt jüdischen Lebens in der Stadt vor der Errichtung des Lagers gaben weitere Denkanstöße. Insbesondere die Frage nach dem „Warum“ nahm bei den anschließenden Diskussionen großen Raum ein.

Der 27. Januar als Befreiungstag von Auschwitz stand ganz unter dem Zeichen des Erinnerns. Zunächst nahm die Gruppe an den Feierlichkeiten in Birkenau teil und erlebte damit eine sehr offizielle, internationale Variante des Erinnerns. Am Nachmittag hatte sie dann das große Glück, mit der Zeitzeugin Zofia Posmysz einen sehr individuellen Zugang zu dem Thema zu erhalten.

Um diese vielfältigen Eindrücke festzuhalten, beschloss die Schülergruppe, ihre ganz persönlichen inneren und äußeren „Bilder“ von Auschwitz als Thema zu wählen, und bereitete nach ihrer Ankunft in Deutschland während der letzten Wochen eine Ausstellung mit Fotos und Zitaten oder persönlichen Gedanken vor, die in der Schule anderen interessierten Schülern vorgestellt und anschließend für einen längeren Zeitraum ausgestellt wird.

Am 4. März führen die Teilnehmer der Studienfahrt in der sechsten und siebten Stunde durch ihre Ausstellung und erläutern ihre eigenen Bilder. In der 6. Stunde können alle interessierten Schüler der Q2 zum Treffpunkt im Foyer kommen, die 7. Stunde ist für alle Schüler der Q4 vorgesehen. Selbstverständlich kann jeder Interessierte auch in den nächsten Wochen die Ausstellung in den Fluren des ersten Stocks besichtigen.

Foto: Maren Harland