JGS-Schüler beim 23. Erfinderlabor

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23. Erfinderlabor: Talente auf dem Sprung

Konstantin Schnekenburger von der Jacob-Grimm-Schule in Kassel forschte in Frankfurt und Zwingenberg zum Thema Biotechnologie / Kooperation mit Goethe-Universität und BRAIN AG

Frankfurt/Zwingenberg. „Sie haben uns Löcher in den Bauch gefragt. Und damit auch uns Wissenschaftler im Denken beflügelt“, sagte die Vizepräsidentin der Goethe-Universität bei der Abschlussveranstaltung des ZFC-Erfinderlabors in Frankfurt. Prof. Dr. Tanja Brühl lobte die Leidenschaft und Lust am Entdecken, die Hessens Top-Nachwuchs an den Tag gelegt hat. Zum dritten Mal war das Zentrum für Chemie (ZFC) an der Hochschule zu Gast. Auch beim prominenten Kooperationspartner genießt der praxisnahe Wissenschafts-Workshop eine hohe Wertschätzung. „Die Nähe zu Schulen ist eine wesentliche Voraussetzung für eine erfolgreiche Studien- und Berufsorientierung“, so Prof. Brühl vor rund einhundert Gästen im Biozentrum auf dem Campus Riedberg.

Zum 23. Mal hat das ZFC mit Sitz in Bensheim jeweils acht hochbegabte Schülerinnen und Schüler eingeladen, um eine Woche lang im Dialog mit Wissenschaft und Wirtschaft eine spannende Zukunftstechnologie kennen zu lernen. Diesmal drehte sich alles um die Biotechnolgie – eine wegweisende Querschnittsdisziplin mit enormem Einfluss auf industrielle Anwendungen und Produkte.

Die ganze Faszination des Themas offenbarte sich in den Abschlusspräsentationen der vier Schülerteams, die in Frankfurt komplexe Zusammenhänge plastisch, eloquent und fundiert erläutert haben. Neben inhaltlichem Know-how zeigten sie auch methodische Sicherheit. Dafür gab es den geballten Applaus von Insidern und fachfremden Gästen.

Unter den Teilnehmern war auch Konstantin Schnekenburger von der Jacob-Grimm-Schule in Kassel: „Mir gefällt das Erfinderlabor sehr gut, da wir neben theoretischen Inhalten auch viele Experimente durchführen. Außerdem macht das Zusammenarbeiten in den Gruppen mit den anderen Teilnehmern extrem viel Spaß. Die Woche hat mich darin bestätigt, in einen wissenschaftlichen Beruf zu gehen."

Rita Flad aus dem Referat Gymnasien im Hessischen Kultusministerium prophezeit MINT-Fachkräften exzellente Zukunftschancen. Das Erfinderlabor führe beispielhaft vor, wie die Verzahnung von Schule, Hochschule und Wirtschaft gelingen kann. „Das ZFC schürt die Begeisterung für Naturwissenschaften.“ Die vom Zentrum entwickelten Unterrichtseinheiten der Initiative „Schule 3.0“ kämen am Ende allen Schülern zu Gute.

Auch die Kenner der Materie waren beeindruckt. „Es ist beachtlich, wie die Schüler souverän in der Fachsprache parliert haben, ohne die Zuhörer zu überfordern", freute sich Prof. Dr. Helge B. Bode. Der Merck-Stiftungsprofessor für Molekulare Biotechnologie an der Goethe-Universität erlebte einen hoch motivierten Forschernachwuchs, der ihn optimistisch in die Zukunft der Naturwissenschaften blicken lässt. „Ich hoffe, dass ich den einen oder die andere einmal wiedersehen werde."

Quelle: Medieninformation des Zentrums für Chemie, 26.9.2017