Presseluft schnuppern beim „Glas der Vernunft“

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mittelmeer 2015 MSF150661 c marta soszynskaPresseluft schnuppern, viele Fragen stellen und Hintergrundinformationen bekommen konnte die Redaktion von „jacobsblick“ beim „Glas der Vernunft“. Der Kasseler Bürgerpreis wurde dieses Jahr an die deutsche Sektion der „Ärzte ohne Grenzen“ verliehen, was die Redaktionsmitglieder der JGS-Schülerzeitung noch vor der Öffentlichkeit in einer Pressekonferenz im Juni erfuhren. Hier bekamen sie erste Informationen: Die deutsche Sektion von Médecins Sans Frontières / Ärzte ohne Grenzen nahm 1993 offiziell ihre Arbeit auf und verfolgt als unabhängige Organisation eines freiwilligen Arbeitseinsatzes das Ziel, Menschen in Not - ungeachtet ihrer ethnischen Herkunft, religiösen und politischen Überzeugung - zu helfen, auf ihre Lage aufmerksam zu machen und für ihre Würde einzutreten, nicht selten unter Gefahr für Leib und Leben. Für diesen enormen humanitären Einsatz wurden die „Ärzte ohne Grenzen“ von den Kasseler Bürgern nun geehrt.

Volker feeding center outsideMit einer persönlichen Einladung zum Jugendsymposium Ende September im Stadtmuseum sowie zur Preisverleihung im Kasseler Opernhaus einen Tag später konnten sich die Jacob-Grimm-Schülerinnen und -Schüler dann ein eigenes Bild machen. Volker Westerbarkey, Vorsitzender von „Ärzte ohne Grenzen“ in Deutschland, und der Chirurg Abdul Halem beantworteten viele Fragen der Jugendlichen, besonders Halem konnte persönliche Eindrücke aus seiner Arbeit in Kriegsgebieten vermitteln. Diskutiert wurde über die Rolle, die Arbeit sowie die Grenzen von Hilfsorganisationen und den Umgang mit Flüchtlingen in Deutschland.

Besonderen Eindruck bei der Preisverleihung hinterließ der syrische Pianist Aeham Ahmad, der den Festakt begleitete und über seine Erfahrungen im Kriegsgebiet und seine Flucht aus Syrien berichtete. Auch im Anschluss stand er noch für vertiefende Gespräche mit den Jugendlichen bei Getränken und Snacks bereit. Durch Videoeinspielungen konnte das Publikum einen guten Eindruck über die ehrenamtlichen Arbeit der Ärzte bekommen, die in den ärmsten Regionen der Welt, in Katastrophen-, Krisen- und Konfliktgebieten, Nothilfe leisten und ihre Stimme erheben, um auf Not und Entbehrung aufmerksam zu machen. Die Laudatorinnen Dr. Antonia Rados und die Politologin Prof. Dr. Nicole Deitelhoff setzten mit ihren eindrucksvollen Reden ein Zeichen für Humanität und gegen Rechtspopulismus.

Fotos: Pressefotos "Ärzte ohne Grenzen" (http://www.glas-der-vernunft.de/)