Zeitzeugengespräch mit Joachim Jauer am 4. Mai

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Am 4. Mai (12:15 - 13:45 Uhr) wird es in der Turnhalle der JGS ein Zeitzeugengespräch für alle Abiturienten und den Orientierungs- und Leistungskurs Geschichte der E2 und Q2 geben, in dem die Schülerinnen und Schüler mit dem Zeitzeugen Joachim Jauer ins Gespräch kommen können. Der Journalist war der erste westdeutsche Korrespondent, der einen Fernsehbericht in der DDR fertigte, er war zunächst beim RIAS Berlin als Hörfunk-Redakteur und -Moderator tätig, Mitte der 1960er Jahre wechselte er zum ZDF, von 1978 bis 1982 leitete Joachim Jauer das Büro des ZDF in der DDR mit Sitz in Ost-Berlin und war dort akkreditierter Korrespondent, später moderierte er das Magazin „Kennzeichen D“. Diesen Titel trägt auch sein aktuelles Buch.
In den Jahren 1984 bis 1987 wurde Jauer vom ZDF als Hauptstadt-Korrespondent und stellvertretender Studioleiter in Bonn eingesetzt. Von 1987 bis 1990 war er Sonderkorrespondent für Mittel- und Ost-Europa bzw. für das Gebiet des Warschauer Paktes und Leiter des ZDF-Studios in Wien. Durch die Ereignisse der so genannten „Samtenen Revolution“ wurde Jauer während dieser Tätigkeit zum Chronisten des Umbruchs in den Staaten des Warschauer Paktes. Nach seinen Reportagen über die Revolution in Ungarn berichtete er am 2. Mai 1989 als einziger westdeutscher Fernsehkorrespondent über die Öffnung des „Eisernen Vorhangs“, den Abbau der ungarisch-österreichischen Grenzanlagen durch ungarische Grenztruppen. Dabei formulierte er den vermutlich folgenreichsten Kommentar seiner beruflichen Laufbahn:
„Heute endet hier an dieser Stelle die vierzigjährige Teilung Europas in Ost und West. Dies wird unabsehbare Folgen haben – für Europa, für die Deutschen in der Bundesrepublik und insbesondere in der DDR.“
Joachim Jauer in der ZDF-Sendung „heute“, 2. Mai 1989, 19 Uhr

Die Veranstaltung ist für alle Interessierten geöffnet.