Abiturienten erhalten den Karl-von-Frisch-Preis

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KvF P BoedikerGrabowskiWalterFreundSchnekenburger 4Herausragende Leistungen in den Naturwissenschaften zeigten in diesem Jahr gleich mehrere JGS-Abiturienten. Zum elften Mal zeichnete der Landesverband Hessen des Verbandes Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin (VBIO e.V.) Schülerinnen und Schüler aus, die im Fach Biologie in der gesamten Qualifikationsphase sowie im schriftlichen Abitur hervorragende Leistungen erbracht haben. Zur diesjährigen Preisverleihung am 9. Juni in Marburg waren auch Eltern, Freunde und Bekannte der Preisträgerinnen und Preisträger sowie viele ihrer Biologielehrerinnen und -lehrer anwesend, die in diesem Jahr die Rekordzahl von 108 Kandidaten aus ganz Hessen für den Karl-von-Frisch-Preis vorgeschlagen hatten. Unter den Geehrten befanden sich auch die drei JGS-Schülerinnen Annalena Bödiker, Jessica Grabowski und Felicia Walter, die Ende Mai den Bundessieg bei „Jugend Forscht“ im Fach Biologie erringen konnten, sowie Tabea Freund und Konstantin Schnekenburger.
Die rund 200 Gäste erwartete ein abwechslungsreiches Programm. Nach den Grußworten von Prof. Michael Bölker, Vizepräsident der Uni Marburg, und Prof. Lothar Beck, Geschäftsführender Direktor des Zentrums für Lehrerbildung und Mitglied im VBIO-Landesverband Hessen, berichtete Professor Volkmar Wolters von der Justus-Liebig-Universität Gießen über die Ursachen und Folgen des Insektensterbens. Professor Klaus Peter Ebke von der FNU Forschungszentrum Neu-Ulrichstein GmbH & Co KG konnte anschließend deutlich machen, dass man nicht nur über Algen, Wasserflöhe und Ökotoxikologie forschen, sondern auch freiberuflich davon leben kann. Professor Sandra Hake von der Justus-Liebig-Universität Gießen erklärte zum Abschluss des Vormittags, warum gleiche Gene nicht gleiches Schicksal bedeuten müssen. Nach der Mittagspause konnten die angereisten Kandidaten an sechs Laborführungen teilnehmen.
Am Nachmittag berichtete Léanne Strauß von der Universität Heidelberg und Karl-von-Frisch-Preisträgerin aus dem Jahr 2011 darüber, was sie in ihrer Bachelorarbeit auf den Spuren des Malariaerregers entdeckt hat. Im Anschluss fragte Konstantin Schnekenburger, (Jacob-Grimm-Schule), ob nach dem Ulmensterben jetzt ein Eschensterben folgt. Aus dem Kreis der vorgeschlagenen Preisträger wurde er als Einziger für einen Kurzvortrag ausgewählt.
Karl von Frisch steht mit seinem Namen für einen Wissenschaftlertyp, der sich durch eine sehr gute Beobachtungsgabe auszeichnet, in der Lage ist, hervorragende Mitarbeiter zu gewinnen und zu motivieren sowie die Ergebnisse seiner Arbeit der Öffentlichkeit verständlich zu machen. Mit der Verleihung der Karl-von-Frisch-Preise verbindet der VBIO die Hoffnung, dass die jungen Preisträger sich im Laufe Ihrer Karriere immer wieder an diese Prinzipien erinnern mögen – auch dann, wenn sie sich nicht für eine Karriere in den Biowissenschaften entscheiden sollten. Die Preisträger erhielten neben ihrer Urkunde einen Buchpreis sowie eine einjährige kostenfreie Mitgliedschaft im VBIO.

Quelle: Pressemitteilung des Landesverbandes Hessen des Verbandes Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin (VBIO e. V.)

Die Preisträger auf dem Foto von links nach rechts: Tabea Freund, Jessica Grabowski, Annalena Bödiker, Felicia Walter und Konstantin Schnekenburger (Foto: Pressestelle des Karl-von-Frisch-Preises)