Viel Applaus für DS-Produktionen

Veröffentlicht in Aktuelles

DSC 0119Mit viel Spielfreude und Energie überzeugten die Schülerinnen und Schüler der Q2 im Fach Darstellendes Spiel bei dem Theater-Minifestival das Publikum. An drei Abenden zeigten sie im Dock 4 abwechselnd ihre Produktionen „Sind wir schon da? Dystopia“, „Insomnia“ und „WIRЯKLICHKEITEN“ (Leitung: Simon Aulepp, M. João Ventura, Annabelle Weyer). Alle drei Kurse hatten sich mit dem Thema „Traum“ auseinandergesetzt – auf ganz unterschiedliche Weise. Wo beginnt der Traum und wo die Wirklichkeit? Wie beeinflusst der Alltag unsere Träume – wie beeinflussen die Träume unseren Alltag? Haben Träume überhaupt noch Platz in unserer Gesellschaft? Und wo ist mein Platz im Leben? – Dies waren Fragen, die die Schülerinnen und Schüler umtrieben. Dass diese teils nachdenklich stimmenden, teils verstörenden, teils aber auch Mut machenden Inszenierungen beim Publikum auf große Begeisterung stießen, verdeutlichte der lang anhaltende Applaus an allen drei Abenden. Zum ersten Mal zeigte an der Jacob-Grimm-Schule auch eine Tanztheatergruppe („WIRЯKLICHKEITEN“), wie vielfältig der eigene Körper als Ausdrucksmittel genutzt werden und wie individuell auch die Verarbeitung des Themas auf diese Weise sein kann. So gingen die Zuschauer mit vielfältigen Eindrücken in den Abend.

Wo Traum und Wirklichkeit verschmelzen
Theater-Minifestival der Jacob-Grimm-Schule im Dock 4

VON ANNIKA IMMISCH

Kassel – „Eigenartig, erfolglos, erbärmlich.“ Als Epsilon möchte man ungern eingestuft werden. Da wird man lieber als kluges, schwarz gekleidetes Alpha geboren, das aufgrund seiner Schlauheit sehr viel mehr arbeiten darf als seine weniger hochrangigen Mitmenschen. Oder? Mit diesen und anderen Fragen zum Thema Dystopie, Wirklichkeit und Traum beschäftigen sich drei Theaterstücke, die die Grundkurse für Darstellendes Spiel der Jahrgangsstufe Q2 der Jacob-Grimm-Schule drei Tage im Dock 4 zeigen. Am Donnerstagabend wurde das Minifestival vom Kurs unter der Leitung von Simon Aulepp eröffnet. Angelehnt an Buchklassiker wie „Schöne neue Welt“ und „1984“ werden im Stück „Sind wir schon da? Dystopia“ albtraumhafte Welten thematisiert und hinterfragt. Auf einer leeren Bühne, nur von Lichtreflexen und Soundeffekten begleitet, verkörpern die 20 Kursteilnehmer eine düstere Collage: Konsum, Digitalisierung, Krieg, Überwachung, der Mensch als Objekt. Kann es ihm in dieser Welt noch gelingen, er selbst zu sein? Die Welt der Schlaflosigkeit: Im Anschluss führten 17 Schüler von Maria João Ventura „Insomnia“ auf. Mit einer reduzierten, mit Sessel, Stuhl und Tisch bestückten Bühne „öffneten“ die Schauspieler, begleitet von Soundeffekten und Lichtspielen, ihre Traumwelten. Wie lassen sich Traum und Wirklichkeit unterscheiden, wie geht man mit Schlafstörungen um? Handelt es sich um ein Phänomen unserer Zeit? Um Folgen der digitalisierten Welt, die uns nicht zur Ruhe kommen lässt, obwohl man sich so sehr nach Ruhe sehnt? Das dritte Stück „WIRЯLICHKEITEN“, das gestern Premiere feierte, ist ein Tanztheater unter der Leitung von Annabelle Weyer, das sich ebenfalls mit Grenzen von Traum und Realität beschäftigt.
Fotos: M. João Ventura, Ben Schöttner

DSC 0043DSC 0057

DSC 0059 DSC6120 01

 DSC6122 01 DSC6125

 DSC6136 DSC6168

DSC 0085DSC 0097

IMG 0846IMG 0942

IMG 0944IMG 0945IMG 0811IMG 0815IMG 0816IMG 0817