Holocaust-Gedenken

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Am 27.1. 2020 fand der Internationale Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust statt. Im Rahmen der Projektwoche bereiteten zu diesem Anlass 12 Schülerinnen und Schüler eine Gedenkzeit vor, die am 4.2. nach der Projektwoche stattfand. Dafür wurde der Unterricht am Ende der 3. Stunde unterbrochen, um die gesamte Schüler- und Lehrerschaft im Lichthof zu versammeln und gemeinsam den Opfern des Holocausts zu gedenken. Während  der Projektwoche besuchte die Gruppe das Sara-Nussbaum-Zentrum Kassel und schaute sich dort verschiedene Ausstellung an. Des Weiteren setzten sie sich mit mehreren Orten jüdischen Lebens bzw. Gedenkens in Kassel und deren historischem Kontext auseinander.
Neben anderen kreativen Ansätzen zur Aufarbeitung und den Umgang mit jüdischer Geschichte entstand eine Rede, in der deutlich wurde, welche Relevanz das Gedenken heute für die Schülerinnen und Schüler selbst hat: Sie stellten fest, dass das Bewusstsein über das geschehene Unrecht und das Erinnern daran leider nicht – wie bereits Bundespräsident Steinmeier in Yad Vashem betonte – gegen das Böse immun mache. Das werde auch an der gestiegenen Anzahl an Straftaten mit antisemitischem Hintergrund im letzten Jahr und einem sich verändernden Sprachgebrauch deutlich. Da es die Zeitzeugen des schrecklichen Grauens, dessen Relativierung sich auch in den folgenden Generationen verbiete, immer weniger geben wird, sei es die Aufgabe der folgenden Generationen, weiter daran zu erinnern und sich unnachgiebig für Toleranz und Frieden einzusetzen. In der Rede wurde somit einerseits an die Opfer des Holocausts und das damals geschehene Unrecht erinnert, andererseits wurde diese Erinnerung um einen aktuellen Bezug erweitert: den Aufruf für mehr Offenheit und Toleranz im Hier und Jetzt.
Leandra Persch (Q4) und Sophie Meisner (Q4), die das Projekt leiteten, und die beteiligten SuS mit viel Hintergrundwissen und Materialien versorgten, gestalteten einen würdigen musikalischen Rahmen und sangen das im Ghetto Theresienstadt von Ilse Weber komponierte Wiegenlied. Die Veranstaltung wurde mit einem jüdischen Gebet geschlossen.

 

Holocaust Gedenken 2020

Foto: Heike Haschen