Ruderfreizeit in Lauenburg 2022

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Von der Ruderfreizeit

Und dann saßen wir am Elbstrand, es war Freitagmorgen, wir hatten Nussecken von Frau Gerland und unsere Füße im Sand. Es fühlte sich ein bisschen an wie Urlaub als wir wenig später auf den Nebenkanälen der der Alster und durch Villengassen fuhren, deren Reichtum wir uns kaum vorstellen konnten. Als wir schließlich in Lauenburg ankamen, war schon ein halber Tag vergangen. Wir wurden von Fabian Schäfers begrüßt, ein ehemaliger Schüler der JGS, der mittlerweile die Ruder-AG der Schule in  Lauenburg leitet. Es gab ein herzliches Wiedersehen von ihm und Frau Gerland, unserer Kursleiterin, die überhaupt erst die Idee hatte, auf Ruderfreizeit zu fahren und der ein großer Dank gebührt. Wir liefen vom Bahnhof zum Bootshaus, während irgendwer Musik anmachte. Es fühlte sich ein bisschen an wie der Anfang von einem Kindersommerfilm. Die Klasse läuft im strahlenden Sonnenschein mit den Rucksäcken auf dem Rücken eine Backsteinstraße entlang, bis sie schließlich in ihrer Unterkunft ankommt. Das war in unserem Fall das Bootshaus des Rudervereins Lauenburg. Dort haben wir uns eingerichtet und anschließend Pizza bestellt. Die Aussicht war fantastisch, wir hatten direkten Blick auf die Elbe und die Stimmung war gut.
Am Samstag sind wir das erste Mal gerudert. Nach morgendlichen Anfahrtschwierigkeiten, sind wir die Elbe über 10km hinaufgerudert und waren nach ungefähr zwei Stunden an unserem Ziel, einem Strand an der Elbe. Das Wetter war erstaunlich ruhig und die Stimmung immer noch ausschließlich gut, bis auf einige Erschöpfungsverzweiflungseskalationen. Zurück ging es wieder einfach und erstaunlich schnell, wir sind an diesem Tag über 20km gerudert. Nach einem gemeinschaftlichen Bootputzen gab es Nudeln für alle mit Soße, aus einem einzigen kleinen Topf. Wir sind zwar alle satt geworden, aber lecker ist dann vielleicht doch was anderes. Wir haben den Abend am Lagerfeuer ausklingen lassen mit Stockbrot aus Brezeln und Marshmallows. Der Sonntagmorgen bestand dann vor allem aus Frühstück, aufräumen und aufbrechen. Es war ein bisschen schade, dass wir es nicht nochmal aufs Wasser geschafft haben, aber der guten Stimmung hat das keinen Abbruch getan. Wir fuhren über Lüneburg nach Hause, aßen noch ein Eis und sind anschließend sehr entspannt mit dem IC nach Hause gefahren. Wir wollen uns abschließend bedanken bei dem Förderverein, der uns diese Fahrt so komfortabel ermöglicht hat und hoffen, dass diese Unterstützung auch zukünftigen Schüler*innen-Generationen zukommen wird, damit  die Ruderfreizeit in Lauenburg zu einem festen Bestandteil des Sportlebens an der Schule wird. Dazu haben wir mit dieser Fahrt den Grundstein gelegt, der hoffentlich ein Beginn des Austausches zwischen Lauenburg und uns aus Kassel war.

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Text: Jana Bukowski - Oehlerking

Bilder: Simone Gerland